Fremdenrecht aktuell

Achtung: neues erforderliches Mindesteinkommen 2020

Auch 2020 wurde das vorzuweisende monatliche Mindesteinkommen für den Erhalt des Aufenthaltstitels „Familienangehöriger“ erhöht. Dieses richtet sich nach den Ausgleichszulagenrichtsätzen und beträgt:

1.472 € netto – pro Ehepaar

Außerdem müssen zu diesem Betrag noch die Mietkosten hinzugerechnet werden (wobei von der Miete eine „freie Station“ von 299,95 € abgezogen werden kann). Pro im gemeinsamen Haushalt lebenden Kind müssen 149,15 € addiert werden. Der Ausgleichszulagenrichtsatz für Alleinstehende beträgt nun 966,65 € netto.
Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld können in den Mindestunterhalt eingerechnet werden, wenn das betreffende Kind in Österreich seinen Lebensmittelpunkt hat – also erst nach bereits erfolgter Zuwanderung und daher nur bei Verlängerungsanträgen. Beim Nachweis von Unterhaltsmitteln durch einen Unterhaltsanspruch ist darauf zu achten, dass dieser nicht nur rechtlich besteht, sondern dass der/die Verpflichtete den Unterhaltsschulden auch in der tatsächlichen Höhe nachkommt. Bei der Berechnung des Unterhaltsanspruchs (sofern dieser nicht gerichtlich festgesetzt wurde) ist das pfändungsfreie Existenzminimum des/der Verpflichteten nicht zu berücksichtigen.
Was alles als Einkommen gewertet wird, ist in der Unterhaltsbroschüre des BM.I aufgelistet.

Änderungen im Fremdenrecht aus dem Jahr 2019

Änderungen im Fremdenrecht aus dem Jahr 2017