Willkommen bei unseren akutellen Beiträgen

Hier findet ihr interne und externe Veranstaltungen, Projekte, Informationen etc. Wir bemühen uns, soweit es unsere Kapazitäten erlauben, die Seite laufend zu aktualisieren.

Die neuesten fremdenrechtlichen Entwicklungen, interessante interne und externe Veranstaltungen und aktuelle Diskurse findet ihr auch in unserem Hintergrundbericht, unserem Newsletter sowie auf unserer Facebook-Seite. Wenn du keine Infos mehr versäumen möchtest, abonniere bzw. kontaktiere uns!

EOG ist Mitglied beim Klagsverband!

klagsverband 4Wir freuen uns euch mitteilen zu dürfen, dass EOG nun Mitglied des Klagsverbands zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern ist!

 Was ist der Klagsverband?
„Der Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern ist eine Nicht-Regierungsorganisation (NGO), die Opfer von Diskriminierung unterstützt, zu ihrem Recht zu kommen. Neben verschiedenen Service-Angeboten zu den Themen Antidiskriminierung und Gleichstellung bedeutet das auch die Unterstützung von Einzelpersonen vor Gericht.“
https://www.klagsverband.at/

Was bedeutet das für EOG Mitglieder bzw. beratungssuchende Familien?klagsverband
EOG berät euch in euren fremdenrechtlichen Belangen. Handelt es sich um einen Vorfall von Diskriminierung beraten wir gerne dazu. Wenn sich im Laufe der Beratung keine außergerichtliche Lösung findet, könnt ihr den Gerichtsweg in Betracht ziehen. Auf euren Wunsch können wir beim Klagsverband anfragen, ob der Klagsverband das Gerichtsverfahren unterstützen kann. Es muss sich um einen Fall von Diskriminierung nach dem österreichischen Antidiskriminierungsrecht handeln.
Mehr dazu ->  

Außerdem werden wir vom Team des Klagsverbands zum Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsrecht geschult und können euch so mit noch mehr Wissen weiterhelfen.

Heute mehr denn je: Menschenrecht vor Fremdenrecht!

​Aufruf: Demonstration „Unsere Antwort Solidarität!“

Wegen der immer schärferen Fremdengesetze und der aktuellen Stimmungsmache gegen Zuwanderung gilt es heute mehr denn je, in Erinnerung zu rufen, dass die Menschenrechte ALLER Menschen in Österreich dringend gewahrt werden müssen!

Dass dem nicht so ist, wurde gerade in den letzten Monaten immer wieder unter Beweis gestellt. Im Zuge der Bemühungen der Regierung, die Abschiebezahlen zu Wahlkampfzwecken in die Höhe zu treiben, kam es immer wieder zu Abschiebungen von Angehörigen österreichischer Staatsbürger_innen, darunter ein Vater einer frischgebackenen wenige Monate alten Österreicherin.

Dieses Vorgehen verstößt gegen die in der Verfassung festgeschriebenen Menschenrechte und sorgt für unermessliches Leid der betroffenen Familien, deren einziges Vergehen es ist, dass ein Teil von ihnen die falsche Staatsbürgerschaft hat.

Die Initiative EHE OHNE GRENZEN vertritt die Interessen von binationalen Familien und Lebensgemeinschaften und bietet Beratung im Bereich Aufenthalt und Niederlassung bei sozialen, rechtlichen und ökonomischen Problemen. Unsere ehrenamtliche Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zur stets verlangten Integration von Frauen und Familien in Österreich.

Die immer rasanter vorgenommenen Novellen des Fremdenrechts machen uns besorgt. Nicht nur, dass dadurch die Rechtsmaterie kontinuierlich unübersichtlicher wird, wir sehen auch in den Auswirkungen, dass immer mehr Menschen davon betroffen sind, denn im Jahr 2015 waren immerhin 30,05% aller Eheschließungen in Österreich binational.

Die Tatsache, dass Kinder im Aufwachsen schwer benachteiligt werden, weil ihnen ein Elternteil entzogen wird, sei es durch die Verpflichtung zur Beschaffung von niederlassungsrelevanten Dokumenten im Herkunftsland oder durch Verlust des Aufenthaltsrechtes aus verschiedensten, oft nur bürokratischen Gründen wie etwa eine Fristversäumnis, ist eine Schande für ein Land wie Österreich und gehört dringend geändert!

Wir sehen auch, dass das Fremdenrecht vor keiner Nationalität mehr Halt macht, das heißt österreichische Kinder, Frauen und Männer sind als Angehörige mit gemeint und mit betroffen. Es entsteht der Eindruck, der Staat droht und straft, wenn bei der Familiengründung Binationalität ins Spiel kommt und lehnt sich mit Macht gegen Österreicherinnen und Österreicher, die in der Partnerwahl global und interkulturell leben, wie Menschen eben heute leben – weltweit unterwegs und vernetzt als Studierende oder als Fachkräfte oder einfach nur gern auf Reisen. All diese Menschen werden als potentielle Wähler_innengruppe vollkommen vernachlässigt.

EHE OHNE GRENZEN solidarisiert sich mit allen Betroffenen der Fremdengesetze und ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Unsere Antwort Solidarität“ der Plattform für eine menschliche Asylpolitik und der Offensive gegen Rechts auf.

Wir starten am 7. Oktober 2017 ab 15 Uhr vom Schottentor in Wien und erheben „unsere Stimme für“ eine fremdenrechtsfreie Zukunft von binationalen Familien in Österreich.

EHE OHNE GRENZEN ist Mitglied der Plattform für eine menschliche Asylpolitik.

Details zur Situation von binationalen Familien und Lebensgemeinschaften findet ihr in unserem Hintergrundbericht: Begegnung mit Familie Grenzenlos.​​

EHE OHNE GRENZEN lebt ausschließlich von privaten Spenden: Zum Leidwesen vieler Familien sind die Forderungen von EOG noch nicht obsolet. Mit deiner Hilfe kämpfen wir auch zukünftig gegen die gesetzlichen Bestimmungen, die gemeinsames Ehe- und Familienleben verhindern und für die rechtliche Gleichstellung von binationalen mit österreichischen Paaren und Lebensgemeinschaften!

Details: http://www.ehe-ohne-grenzen.at
Details: http://menschliche-asylpolitik.at/
Rückfragehinweis: office(et)ehe-ohne-grnzen.at

Demonstration: Unsere Antwort Solidarität!

Wann: Samstag, 07. Oktober 2017 von 14:00 bis 17:00 Uhr
Start: U-Bahnstation Schottentor

Eine gemeinsame Demonstration der Plattform für eine menschliche Asylpolitik und der Offensive gegen Rechts

Unsere Alternative zur politischen Entwicklung in Österreich ist Solidarität! Die Solidarität der Menschen untereinander, die Solidarität der Bevölkerung mit Flüchtlingen und die Solidarität als Programm der Arbeiter_innenbewegung!

Wir gehen am 7. Oktober auf die Straße, um gegen die rassistische Sündenbockpolitik, mit der die Regierung die Kürzungen im Sozialbereich rechtfertigt, zu protestieren. Die Regierung hat mit dieser Politik nur der FPÖ in die Hände gespielt. Nach den Nationalratswahlen droht eine Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen. Sollte dieses Schreckensszenario Realität werden, dann wird unsere Demonstration vom 7. Oktober nur der Auftakt zu einer Protestwelle gewesen sein.

Während an Sozialkürzungen nach der Wahl kein Zweifel bestehen kann, gibt der Wahlkampf auf die Sorgen und Nöte der Masse der Bevölkerung keine Antwort. Drohende Altersarmut, immer mehr Druck in Arbeit und im Bildungssektor sind Erfahrungen, die wir alle machen. Währenddessen verdienen die Reichen daran prächtig. Gespart werden, da sind sich viele Parteien einig, soll nicht bei den explodierenden Vermögen, gekürzt wird bei uns! Von diesen Kürzungen werden vor allem jene Menschen betoffen sein, die auch bisher schon am stärksten unter dem bestehenden System gelitten haben, zum Beispiel Alleinerzieherinnen, Migrant_innen, Pensionist_innen.

Gleichzeitig wird die Aufmerksamkeit gezielt auf jene gelenkt, die am wenigsten für sinkende Lebensstandards verantwortlich sind, wie Geflüchtete bzw. „die Ausländer“. Wir setzen uns für eine Politik ein, die nicht nur die Interessen jener 5% vertritt, die die Hälfte des Vermögens dieses Landes besitzt.

Es stehen im Oktober verschiedene Schattierungen neoliberaler Politik zur Wahl. Dass sie sich in der Mehrheit als „starke Männer“ inszenieren, ist wohl kein Zufall. Egal, für welche Koalition sich die FPÖ entscheiden wird: Die kommende Regierung wird uns nicht vertreten. Jetzt wie auch in den kommenden Jahren werden wir uns auf das verlassen müssen, worin unsere Stärke besteht: Solidarität. Solidarität hat dort für menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen gesorgt, wo die Regierung versagt hat. Solidarität hat die Pläne der Regierung vereitelt, den 12-Stunden-Tag einzuführen.

Wir wollen ein solidarisches Österreich. Gehen wir für eine Politik auf die Straße, die für uns alle da ist, nicht nur für einige wenige!

Ehe ohne Grenzen ist Mitglied der Plattform für eine menschliche Asylpolitik

Binationale Paare im Porträt

Einige interessierte Paare haben sich in Folge des Aufrufs für das MO-Magazin bei uns gemeldet. Erstmal DANKE dafür! Zur Erinnerung: Das MO-Magazin für Menschenrechte stellt 2017 in Form einer Foto-Porträt-Strecke mit kurzem Text die Lebenssituation binationaler Paare vor. Im Zentrum steht die Präsentation binationaler Partnerschaften als Beispiel für gelebte Vielfalt in Österreich.

Im Porträt der aktuellen Ausgabe: Ralf und Sakera

Viel Spaß beim Lesen!

Magazin für Menschenrechte 3/2017, Herausgeberin: SOS Mitmensch
Foto und Text: Karin Wasner

kreuz und quer: Herzklopfen – Liebe mit Hindernissen

Wir haben uns bemüht hierfür fleißig Informationen weiterzugeben und zu vermitteln und sind gespannt auf den fertigen Beitrag am 19.09.2017 um 22:35 Uhr auf ORF 2:

kreuz und quer: Herzklopfen – Liebe mit Hindernissen
Wie viele Unterschiede verträgt die Liebe? Menschen anderer Kulturen verlieben sich in Österreicher und Österreicherinnen und umgekehrt. Was romantisch beginnt, endet oft im Streit, denn wenn Liebende aus verschiedenen Kulturen kommen, müssen zwei Lebenswelten mit eigenen Traditionen, Werten und Prägungen vereint werden. Eine andere Sprache und Religion oder divergierende politische Vorstellungen kommen häufig dazu – das macht die Liebe nicht einfacher, aber auch nicht unmöglich. Die Reportage zeigt Paare, die es geschafft haben, trotz weniger Ähnlichkeiten einen guten gemeinsamen Weg zu finden. Der Film zeigt auch, welche Schwierigkeiten sie dabei hatten und was diese Paare letztlich dazugewonnen haben.

Redaktion
Barbara Krenn

Link

Aus dem Rassismus Report 2016 von ZARA

2016, im Jahr des „cyber hate“ – wie ZARA es bezeichnet – hat die ZARA Beratungsstelle für Opfer und Zeug_innen 1.107 rassistische Vorfälle dokumentiert. Wir haben einige dieser Berichte die binationale Partnerschaften betreffen für euch ausgesucht und werden diese in den kommenden Wochen posten (siehe auch Blogbeitrag vom 19.04.2017). Den gesamten Bericht könnt ihr downloaden oder bestellen.

ZARA berichtet alljährlich im Rassismus Report über rassistische Übergriffe und Vorkommnisse in Österreich. Er ist eine wichtige Informationsquelle für nationale und internationale Organisationen und noch immer die einzige qualitative Datenquelle in Österreich. Die ausgewählten, detailliert dargestellten und anonymisierten Einzelberichte repräsentieren die Qualität und Strukturen des rassistischen österreichischen Alltags“.

Aus dem Rassismus Report 2016 von ZARA
„Rassistische Beschimpfung nach vermeintlichem Autounfall: Frau V. und ihr Ehemann, der aus Italien kommt, leben seit über 20 Jahren zusammen in der Steiermark. Im Herbst wendet sich Frau V. zur Beratung an ZARA, da ihr Mann ein äußerst unangenehmes Erlebnis hatte und davon sehr betroffen ist. Eine Autofahrerin beschuldigt ihn, ihren Wagen im Zuge eines Unfalls beschädigt zu haben. Herr V. ruft daraufhin die Polizei, da er diesen Vorwurf bestreitet und es keinen Unfall gegeben hat. Nachdem die Polizist*innen wieder weggefahren sind, versperrt die Fahrerin zusammen mit ihrer Begleiterin und einem weiteren Bekannten Herrn V. den Weg und beschimpft ihn wütend unter anderem mit „Du Ausländersau“ und „Schleich dich weg woher du gekommen bist, du Dreckschwein!“. Herr V. ist bestürzt, dass er – obwohl er schon so lange in Österreich lebt – wegen seiner Herkunft so demütigend und verächtlich beschimpft wurde. Frau V. erkundigt sich bei der Polizei nach möglichen Schritten, erhält aber lediglich die Auskunft, dass die Polizei hier nicht zuständig sei und sie sich nur (privatrechtlich) ans Gericht wenden könnten. ZARA dokumentiert den Vorfall und informiert Frau V., dass rassistische Beleidigungen (…)  – unter gewissen Voraussetzungen – durchaus angezeigt werden können. Strafrechtlich relevant sind Beleidigungen allerdings grundsätzlich nur, wenn sie vor mindestens drei unbeteiligten Personen erfolgen. ZARA bietet Familie V. an, sie bei einer möglichen Anzeige zu unterstützen. Frau V. meldet sich in der Folge dazu aber nicht mehr“ (ZARA 2016: 18).

Foto-Aktion: Meine Stimme gegen Rassismus/für Menschlichkeit!

Macht mit bei der Foto-Aktion der Plattform für menschliche Asylpolitik!
Schickt euer Foto oder ein kurzes Video!

Und so gehts:

  1. Schild ausdrucken
  2. Foto oder Video machen
  3. An office@menschliche-asylpolitik.at schicken und weiter sagen!

Schilder zum Ausdrucken findet ihr hier.

Beitragsbild: Götz Schrage, Quelle: Plattform für menschliche Asylpolitik
Ehe ohne Grenzen ist Mitglied der Plattform für menschliche Asylpolitik

Zahlen aus der Beratungspraxis

Die Erhebung unserer Beratungszahlen zeigt: Bis Juli 2017 haben wir bereits eine VIELZAHL an Beratungen via E-Mail, 40 telefonische Beratungen und 141 persönliche Beratungsgespräche durchgeführt! D.h. dass wir im Vergelich zu 2016 im Juli 2017 bereits 2/3 der persönlichen Beratungsgespräche durchgeführt haben!
Unsere Beratungsaktivitäten werden ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen durchgeführt und der Bedarf steigt und steigt, leider!

Aktion „Brautstraußwerfen und Scheinehekontrolle“

Titelbild2 copy

Zum Video dazu ->

Wie viele Garnituren Unterwäsche besitzt Ihre Frau?

LOVE THE LOVING DAY! 

Eine Aktion zum Loving Day 2017 der Initiative Ehe ohne Grenzen.

Der Loving Day ist ein Fest im Zeichen der Liebe über nationale und kulturelle Grenzen hinweg. Er erinnert an einen Meilenstein in der Geschichte der Anti-Apartheidbewegung: Am 12. Juni 1967 wurde das Verbot von Ehen zwischen weißen und nichtweißen Partner_innen in den USA aufgehoben. Gemeinsam mit unseren ENB-Partner_innen feierten wir auch dieses Jahr den Loving Day und zwar mit einer Aktion im öffentlichen Raum.

Welche Farbe hat die Zahnbürste Ihres Mannes?
EOG beging den diesjährigen Loving Day mit der Aktion „Brautstraußwerfen und Scheinehekontrolle“. Start war beim Bahnhof Wien Mitte.
Alle konnten mitmachen, als die schönen Biedermeier Brautsträuße durch die Luft flogen und es plötzlich hieß: Scheinehekontrolle! Sogleich wurden die Bräute von einem engagierten Kontrolleur befragt. Die Fragen stammen natürlich aus unserer Beratungspraxis. Selbstverständlich handelte es sich in keinem Fall um eine Scheinehe. Weiterwerfend und kontrollierend zogen wir so durch die Landstraßer Hauptstraße, beschützt von Polizist_innen, die der Meinung waren, dass der Innenminister auch beim Ja-Wort das letzte Wort haben sollte. Unser Standpunkt ist ein anderer, denn das Recht auf Familienleben ist unteilbar.

Aktiv unterstützt wurden wir von der gesellschaftspolitischen Initiative Theater der Unterdrückten. In Kooperation mit unseren Partner_innen des ENB – European Network of Binational/Bicultural Relationships und dem Verein FIBEL.

Details:
Loving Day 2017 Aktionen international
ENB und der LOVING DAY
Draw my LOVING DAY (französisch)
Noch mehr Infos

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