EOG nahm Ende Mai an einer Konferenz zum Thema multikulturelle Familien teil, die von der International Commission on Couple and Family Relations (ICCFR) in Brüssel veranstaltet wurde.
Schwerpunkt war ein Austausch über die verschiedenen Herausforderungen, denen binationale und bikulturelle Familien begegnen müssen, betrachtet aus einer sehr umfassenden Perspektive – rechtlich, sozial, psychotherapeutisch, gesellschaftlich.
Die Vorträge und Workshops befassten sich unter anderem mit Fragen der Rechtsauslegung von europäischen Richtern im Spannungsfeld von Familienrechten, Religion und kulturellen Unterschieden, mit der Haager Konferenz und deren Kinderschutzübereinkommen oder der Frage, wie bikulturelle Paare den Alltag mit ihren unterschiedlichen Normen und Wertvorstellungen bewältigen.
Hervorzuheben ist eine große Studie, die das Centre for Family Studies in Brüssel durchgeführt hat und die im Herbst, leider nur auf Niederländisch, veröffentlich wird, und zwar unter dem Titel „When the familiy becomes superdiverse. How bi-cultural couples challenge family support and policies”. Vor dem Hintergrund, dass 80 Prozent der Bevölkerung Brüssels keine ausschließlich belgischen Wurzeln haben, wird klar, wieso eine solche Studie nötig ist und wie wichtig es ist, dass Behörden und Supportsysteme für Familien diese superdiverse Realität besser abbilden, um die Familien besser auffangen und unterstützen zu können.
EOG nutzte die Gelegenheit, sich zu vernetzen und auf die besonderen rechtlichen Hürden aufmerksam zu machen, die binationale Familien überwinden müssen, bevor sie überhaupt eine Familie werden können.
Ein ausführlicher Bericht wird zeitnah auf der Website von ICCFR veröffentlicht werden.
