Heute mehr denn je: Menschenrecht vor Fremdenrecht!

​Aufruf: Demonstration „Unsere Antwort Solidarität!“

Wegen der immer schärferen Fremdengesetze und der aktuellen Stimmungsmache gegen Zuwanderung gilt es heute mehr denn je, in Erinnerung zu rufen, dass die Menschenrechte ALLER Menschen in Österreich dringend gewahrt werden müssen!

Dass dem nicht so ist, wurde gerade in den letzten Monaten immer wieder unter Beweis gestellt. Im Zuge der Bemühungen der Regierung, die Abschiebezahlen zu Wahlkampfzwecken in die Höhe zu treiben, kam es immer wieder zu Abschiebungen von Angehörigen österreichischer Staatsbürger_innen, darunter ein Vater einer frischgebackenen wenige Monate alten Österreicherin.

Dieses Vorgehen verstößt gegen die in der Verfassung festgeschriebenen Menschenrechte und sorgt für unermessliches Leid der betroffenen Familien, deren einziges Vergehen es ist, dass ein Teil von ihnen die falsche Staatsbürgerschaft hat.

Die Initiative EHE OHNE GRENZEN vertritt die Interessen von binationalen Familien und Lebensgemeinschaften und bietet Beratung im Bereich Aufenthalt und Niederlassung bei sozialen, rechtlichen und ökonomischen Problemen. Unsere ehrenamtliche Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zur stets verlangten Integration von Frauen und Familien in Österreich.

Die immer rasanter vorgenommenen Novellen des Fremdenrechts machen uns besorgt. Nicht nur, dass dadurch die Rechtsmaterie kontinuierlich unübersichtlicher wird, wir sehen auch in den Auswirkungen, dass immer mehr Menschen davon betroffen sind, denn im Jahr 2015 waren immerhin 30,05% aller Eheschließungen in Österreich binational.

Die Tatsache, dass Kinder im Aufwachsen schwer benachteiligt werden, weil ihnen ein Elternteil entzogen wird, sei es durch die Verpflichtung zur Beschaffung von niederlassungsrelevanten Dokumenten im Herkunftsland oder durch Verlust des Aufenthaltsrechtes aus verschiedensten, oft nur bürokratischen Gründen wie etwa eine Fristversäumnis, ist eine Schande für ein Land wie Österreich und gehört dringend geändert!

Wir sehen auch, dass das Fremdenrecht vor keiner Nationalität mehr Halt macht, das heißt österreichische Kinder, Frauen und Männer sind als Angehörige mit gemeint und mit betroffen. Es entsteht der Eindruck, der Staat droht und straft, wenn bei der Familiengründung Binationalität ins Spiel kommt und lehnt sich mit Macht gegen Österreicherinnen und Österreicher, die in der Partnerwahl global und interkulturell leben, wie Menschen eben heute leben – weltweit unterwegs und vernetzt als Studierende oder als Fachkräfte oder einfach nur gern auf Reisen. All diese Menschen werden als potentielle Wähler_innengruppe vollkommen vernachlässigt.

EHE OHNE GRENZEN solidarisiert sich mit allen Betroffenen der Fremdengesetze und ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Unsere Antwort Solidarität“ der Plattform für eine menschliche Asylpolitik und der Offensive gegen Rechts auf.

Wir starten am 7. Oktober 2017 ab 15 Uhr vom Schottentor in Wien und erheben „unsere Stimme für“ eine fremdenrechtsfreie Zukunft von binationalen Familien in Österreich.

EHE OHNE GRENZEN ist Mitglied der Plattform für eine menschliche Asylpolitik.

Details zur Situation von binationalen Familien und Lebensgemeinschaften findet ihr in unserem Hintergrundbericht: Begegnung mit Familie Grenzenlos.​​

EHE OHNE GRENZEN lebt ausschließlich von privaten Spenden: Zum Leidwesen vieler Familien sind die Forderungen von EOG noch nicht obsolet. Mit deiner Hilfe kämpfen wir auch zukünftig gegen die gesetzlichen Bestimmungen, die gemeinsames Ehe- und Familienleben verhindern und für die rechtliche Gleichstellung von binationalen mit österreichischen Paaren und Lebensgemeinschaften!

Details: http://www.ehe-ohne-grenzen.at
Details: http://menschliche-asylpolitik.at/
Rückfragehinweis: office(et)ehe-ohne-grnzen.at

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